News für Produzenten

Verwendungsverbot einer Charge von Pirimicarb 50 WG

Das BLW hat verfügt, dass eine Charge (20161211) des Mittels Pirimicarb 50 WG nicht mehr verwendet werden darf und unverzüglich an die Verkaufsstelle zurückzugeben ist.

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Verbot von Chlorpyrifos und Chlorpyrifos-methyl

Ab dem 01. August 2019 ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln mit den Wirkstoffen Chlorpyrifos und Chlorspyrifos-methyl verboten.

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Schweiz. Natürlich.

Wildtierschäden an Gemüsekulturen

Leider kommt es an Gemüsekulturen immer wieder zu kleinen und grossen Schäden durch Wildtiere. In den letzten Jahren konnte im Seeland eine Zunahme von diesen Schäden festgestellt werden. Dies hat die GVBF dazu veranlasst, den Kontakt mit den zuständigen Behörden von den Kantonen Bern und Freiburg zu suchen. An einer gemeinsamen Sitzung wurden die Möglichkeiten der Gemüseproduzenten besprochen.


Zunahme der Wildtierbestände

Die beobachtbare Zunahme der Schäden in den letzten Jahren ist grundsätzlich mit einer Zunahme von gewissen Wildtierarten in Verbindung zu setzen. So war zum Beispiel die Hasenpopulation im Jahr 2016 ca. 20% grösser als im Vorjahr. Auch bei anderen Arten war eine Zunahme feststellbar. Die höhere Anzahl an Wildtieren ist jedoch nicht dauerhaft. Die Populationen sind oft grossen jährlichen Schwankungen ausgesetzt. Konkret heisst das, dass es neben Jahren mit vielen Tieren und somit grösseren Schäden auch Jahre mit weniger Tieren und dadurch geringeren Schäden gibt. Doch was können Gemüseproduzenten tun, wenn sie Schäden auf ihren Flächen zu verzeichnen haben?

 

Massnahmen bei Schäden

Hat ein Produzent Schäden an seinen Kulturen festgestellt, soll Kontakt mit dem zuständigen Wildhüter aufgenommen werden (einen Link zum entsprechenden Wildhüter Ihrer Region finden Sie auf www.gvbf.ch). Der Schaden wird anschliessend durch den Wildhüter geschätzt. Ist der Schaden grösser als Fr. 100.00 und konnte er nicht durch zumutbare Schutzmassnahmen verhindert werden, wird er durch den Kanton abgegolten. Weiter hilft der Wildhüter, geeignete Schutzmassnahmen zu treffen, damit sich Schäden in Zukunft verhindern lassen. Je nach Massnahme ist ebenfalls mit Unterstützung des Kantons zu rechnen.


Kontaktaufnahme mit Wildhüter

Hat ein Gemüseproduzent regelmässig Probleme mit Wildtieren (z.B. Krähen), wird ebenfalls empfohlen, Kontakt mit den verantwortlichen Wildhütern aufzunehmen (auch wenn man keinen direkten Schaden zu verzeichnen hat). Diese sind gerne bereit die Landwirte bei Vergrämungs- und Schutzmassnahmen zu beraten und zu unterstützen. So liefern die Wildhüter zum Beispiel auch tote Krähen, damit diese gerupft und die Federn auf dem Feld verteilt werden können, um Krähen zu vergrämen. Eine noch bessere Möglichkeit ist, die Federn der Krähen direkt auf einen Jutesack zu kleben. Dieser kann dann in jedem Frühjahr wieder eingesetzt werden, ohne jedes Mal neue Krähen rupfen zu müssen. Dies ist nur ein Beispiel von einer möglichen, längerfristigen Massnahme um Wildtierschäden an Gemüsekulturen zu verhindern. Die Wildhüter helfen Ihnen gerne weiter bei der Ausarbeitung von Massnahmen.

 

Hier finden Sie die für Ihre Region verantwortlichen Wildhüter:


Bern: https://www.vol.be.ch/vol/de/index/natur/jagd_wildtiere/wildhut/zustaendigkeitennachgemeinden.html

Freiburg: http://www.fr.ch/sff/de/pub/fauna_biodiv_jagd_fischere/wildhuter_und_fischereiaufsehe.htm

Solothurn: https://www.so.ch/fileadmin/internet/vwd/vwd-awjf-jagd/pdf/Wildschadensch%C3%A4tzer_2013-2020.pdf

 

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