News für Produzenten

Seeländer-Forum zum Thema "Ernährungstrends"

"Fast Food, Slow Food, Good Food - produzieren wir am Trend vorbei?". So lautet das diesjährige Thema des Seeländer-Forums in Ins. Mit einem Referat und einer anschliessenden Podiumsdiskussion soll herausgefunden werden, ob die Landwirtschaft heute noch das produziert, was gewünscht ist.

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Besichtigung und Erfahrungsaustausch Waschplätze

Am 22. August findet vor dem Mittag eine kurze Besichtigung des Spritzen-Waschplatzes auf dem Betrieb von Lorenz Gutknecht in Ins statt. Dabei sollen Erfahrungen bei der Erstellung von solchen Waschplätzen ausgetauscht werden.

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Schweiz. Natürlich.

Rückblick Wintertagung 2016

Die aktuellen Diskussionen um das Glyphosat sowie die Gewässerverschmutzung durch Pflanzenschutzmittel rücken die produzierende Landwirtschaft in den Medien ständig in ein schlechtes Licht, welches den Druck auf die Pflanzenschutzmittel erhöht und so die Produktion von qualitativ hochwertigem und marktfähigem Gemüse immer mehr erschwert. An der Wintertagung sollen den Gemüseproduzenten deshalb Lösungsansätze aufgezeigt und Möglichkeiten thematisiert werden, um das Problem anzupacken.

 

Kontinuierliche Innenreinigung

In einem ersten Referat erklärte William Sommer von der Firma U. Wyss AG die Funktionsweise der kontinuierlichen Innenreinigung von Feldspritzen. Hierbei handelt es sich um Systeme, welche eine Grobreinigung der Feldspritzen auf dem Feld ermöglichen sollen. Dafür werden zwischen Klarwasser- und Haupttank eine zusätzliche Reinigungspumpe sowie zwei Reinigungsdüsen im Innern des Haupttanks montiert. Der Reinigungsvorgang ist bereits nach circa 4 Minuten beendet. Durch diese praxistauglichen Systeme kann ein grosser Teil der Wirkstoffe bereits auf dem Feld zurückgelassen werden.


Waschplätze für Spritzen
Der Leiter der Fachstelle Pflanzenschutz des Kantons Bern, Michel Gygax,  stellte eine kollektiv nutzbare biologische Wasserreinigungs-Pilotanlage vor. Diese Anlage dient zur Verwertung von Waschwasser der Feldspritzen und ist für Betriebe notwendig, welche das Reinigungswasser nicht in eine Güllengrube leiten können. Die Resultate nach drei Betriebsjahren überzeugen: die PSM werden im belasteten Wasser zu 98 % abgebaut. Für die viehlosen Gemüsebaubetriebe stellen solche Systeme also durchaus eine gute Möglichkeit für die Verwertung des Waschwassers von Feldspritzen dar. Zusammen mit der kontinuierlichen Innenreinigung führen solche Systeme zu einer Reduktion der Gefahr von punktuellen PSM-Einträgen in Gewässer.

 

Mehrfachrückstände
Über die Probleme mit Mehrfachrückständen im Gemüsebau klärte Martin Keller, Geschäftsführer des Beratungsrings Gemüse, in seinem Referat auf. Bereits im Jahr 2007 übernahm SwissGAP die Anforderungen der Mehrfachrückstände in die Checkliste. Schwierigkeiten und Möglichkeiten beim Überschreiten der Grenzwerte wurden anhand von 4 Fallbeispielen aufgezeigt und diskutiert. Zukünftig wäre es denkbar, eine systematische Analyse von Rückstanden zusammen mit den Kulturaufzeichnungen zu tätigen. 

Die Gemüseproduzenten wurden am Ende der Veranstaltung über aktuelle Themen aus den Bereichen Beratungsring Gemüse, Verband, INFORAMA Seeland und dem Forum Forschung Gemüse informiert. Beim anschliessenden Apéro gingen die angeregten Diskussionen weiter.

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