News für Produzenten

Seeländer-Forum zum Thema "Ernährungstrends"

"Fast Food, Slow Food, Good Food - produzieren wir am Trend vorbei?". So lautet das diesjährige Thema des Seeländer-Forums in Ins. Mit einem Referat und einer anschliessenden Podiumsdiskussion soll herausgefunden werden, ob die Landwirtschaft heute noch das produziert, was gewünscht ist.

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Besichtigung und Erfahrungsaustausch Waschplätze

Am 22. August findet vor dem Mittag eine kurze Besichtigung des Spritzen-Waschplatzes auf dem Betrieb von Lorenz Gutknecht in Ins statt. Dabei sollen Erfahrungen bei der Erstellung von solchen Waschplätzen ausgetauscht werden.

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Schweiz. Natürlich.

Berner Pflanzenschutzprojekt

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln steht im Fokus der Öffentlichkeit. Auch bei korrekter Anwendung können sie in die Umwelt gelangen und unerwünschte Nebenwirkungen verursachen.

Mit dem Berner Pflanzenschutzprojekt wollen das Amt für Landwirtschaft und Natur (LANAT) sowie der Berner Bauern Verband mit konkreten Verbesserungsmassnahmen zu einer Reduktion der Umweltbelastungen durch Pflanzenschutzmittel beitragen. Das Ziel des sechsjährigen Projekts (2017 bis 2022) ist, die Risiken für die Umwelt und Oberflächengewässer zu reduzieren – dies möglichst ohne Beeinträchtigung des Produktionsvolumens des bäuerlichen Betriebs.

 

Ziele:

  • Eintrag von Pflanzenschutzmittel in die Umwelt, insbesondere in die Oberflächengewässer und in die Kläranlagen reduzieren
  • Herbizid-, Insektizid- und Fungizid-Einsatz reduzieren
  • Produktionspotenzial des Betriebs beibehalten

Massnahmen

Im Gemüsebau liegen vor allem Massnahmen rund um die Spritzenreinigung und -befüllung im Fokus. Dadurch können 50-70% der Oberflächengewässerbelastung durch Pflanzenschutzmittel verhindert werden. Die Grundanforderung, um im Projekt mitzumachen, sind Antidriftdüsen.

 

Kontinuierliche Innenreinigung

Mit der kontinuierlichen Innenreinigung bleibt Restspritzbrühe auf dem Feld. Für die Umrüstung sind folgende Komponenten notwendig: Eine zusätzliche Pumpe, die das Frischwasser direkt über die Innenreinigungsdüse in den Spritzentank einleitet und eine Innenreinigungsdüse. Bei der Teilnahme am Projekt werden max. 80% der Kosten oder max. CHF 2500 übernommen.

 

Füll- und Waschplatz; Spritzbrühe aufbereiten

Wenn keine Güllegrube zur Entsorgung von Brühresten vorhanden ist, ist eine korrekte Entsorgung schwierig. Durch einen befestigten Platz zum Befüllen und Waschen des Spritz-/Sprühgerätes und mit Systemen zur Aufbereitung von Brühresten bzw. des Reinigungswassers kann der Eintragsweg von Pflanzenschutzmittel in Gewässer durch Punktquellen reduziert werden. Die Aufbereitung des Abwassers erfolgt meist durch ein biologisch-aktives Substrat und beruht auf der Reinigungsleistung des Bodens: Die Schadstoffe im Abwasser werden durch Mikroorganismen abgebaut. Bekannte Systeme sind: Biobed, Biofilter und Biobac. Ein weiteres mögliches System ist Osmofilm. Die Massnahme wird mit max. 80% der Kosten und min. CHF 2000 je Projekt gefördert.

 

Es gibt im Gemüsebau weitere Massnahmen, um die Einträge von Pflanzenschutzmittel in die Umwelt zu reduzieren. Mittels begrünten Fahrspuren oder Querstreifen entlang von Wegen wird das Wegschwemmen von Pflanzenschutzmittel in Oberflächengewässer minimiert. Es gibt auch Möglichkeiten, den Einsatz von der Pflanzenschutzmittelmenge zu reduzieren. So wird der Herbizid- und Totalherbizid-Verzicht finanziell unterstützt. Im Ackerbau und in den Spezialkulturen gibt es auch diverse Massnahmen zum reduzierten Fungizid- und Insektizid-Einsatz.

 

Weitere Informationen zum Projekt unter www.be.ch/bpp oder im unten angefügten Merkblatt. Auskünfte erteilt die Fachstelle Pflanzenschutz BE, 031 910 53 30, pflanzenschutz@vol.be.ch.

 

Informations-Anlässe zum Projekt:

17.08.16

19.30

Inforama Rütti (grosser Saal), Zollikofen

18.08.16

19.30

Inforama Waldhof (Stufensaal), Langenthal

22.08.16

19.30

Inforama Seeland (Hörsaal), Ins

23.08.16

19.30

Schwand (Stufensaal), Münsingen

Nach den Veranstaltungen werden Getränke und Späckzüpfe offeriert.

 

Alexandra Schröder, Fachstelle Pflanzenschutz BE 

(Bild: M. Bolliger, BAFU)

 


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