News für Produzenten

Fragen und Antworten zu den Arbeitskräften während der Coronakrise

Die Lage ist aufgrund des Coronavirus weiterhin ausserordentlich. Trotzdem hat sich die Situation in den letzten Tagen etwas eingependelt. Hier finden Sie die wichtigsten Fragen zu den Arbeitskräften.

Weiterlesen …

GV GVBF auf dem Korrespondenzweg

Aufgrund der aktuellen Coronasituation wird die GV der GVBF abgesagt. Die statutarischen Geschäfte werden auf dem Korrespondenzweg behandelt. Die Mitglieder werden zu gegebener Zeit schriftlich informiert.

Weiterlesen …

Schweiz. Natürlich.

Ausscheidung von Gewässerräumen

Das revidierte Gewässerschutzgesetz des Bundes verlangt von den Kantonen die Ausscheidung von Gewässerräumen an allen oberirdischen Gewässern. Der Gewässerraum soll dazu dienen, die natürlichen Funktionen der Gewässer (Lebens- und Erholungsraum) sowie den Schutz vor Hochwasser zu gewährleisten.


Was ist ein Gewässerraum?
Der Gewässerraum ist ein Korridor, welcher entlang von Oberflächengewässer ausgeschieden wird. Er gilt dabei sowohl für Fliess- wie auch für stehende Gewässer. Der Gewässerraum kann entlang von Fliessgewässern symmetrisch (auf beiden Flussseiten die gleiche Breite) oder asymmetrisch (unterschiedliche Breite auf den beiden Flussseiten) festgelegt werden. Die Breite des Gewässerraums ist abhängig von der Breite des Gewässers.


Welche Nutzung ist erlaubt?
In den Gewässerräumen wird künftig nur noch eine extensive Bewirtschaftung möglich sein. Das heisst, sowohl Düngergaben wie auch Pflanzenschutzbehandlungen sind im Gewässerraum untersagt. Somit ist der produzierende Gemüsebau in diesen Räumen praktisch ausgeschlossen. Die Gewässerräume können nur als Biodiversitätsförderflächen (BFF) genutzt werden.

Da die meisten Gewässerräume wohl grösser sein werden als die bisherigen Mindestabstände für Dünger (3 m) und Pflanzenschutzmittel (6 m), wird die Gemüseproduktion von der Ausscheidung der Räume sehr stark betroffen sein.
Verzichtgebiete

Gemäss Gewässerschutzverordnung kann bei künstlich angelegten Gewässern auf die Festlegung eines Gewässerraums verzichtet werden. Das heisst, dass für die künstlichen Be- und Entwässerungskanäle im Grossen Moos keine Gewässerräume ausgeschieden werden müssten.


Wer bestimmt die Gewässerräume?
Während im Kanton Freiburg die Gewässerräume direkt durch den Kanton nach Anhörung der Betroffenen festgelegt wird, sind im Kanton Bern dîe jeweiligen Gemeinden für die Festlegung der Gewässerräume zuständig. Die Gewässerräume werden im Kanton Bern in der Regel im Rahmen eines kommunalen Planverfahrens definiert (vgl. Grafik). Dafür wird als erstes ein Entwurf der Gewässerräume erstellt. Bei der Festlegung dieses Entwurfs ist die Mitwirkung der Bevölkerung möglich.


Für betroffene Produzenten gilt es, möglichst frühzeitig bei der Mitwirkung mitzuarbeiten (v.a. bei Flächen im Kanton Bern). Gehen Sie auf die kommunalen Behörden zu und erkundigen Sie sich nach dem Stand der Entwürfe. Signalisieren Sie, dass Sie bei der Ausarbeitung mitwirken möchten. Bringen Sie Ihre Interessen aktiv ein. Werden Sie auch aktiv, wenn Ihr Land an künstlich angelegte Gewässer grenzt. So können Sie sicherstellen, dass diese nicht betroffen sind.


Nur durch aktives Handeln können die Produzenten Ihre Interessen bei der Mitwirkung einbringen. Ist der Entwurf einmal durch den Kanton geprüft worden und öffentlich aufgelegt, bleibt lediglich noch die Möglichkeit einer Einsprache, welche oft nicht erfolgsversprechend ist.

Bei Fragen zum Gewässerraum oder zur Mitwirkung in Ihrer Gemeinde stehen Ihnen die GVBF oder der Berner Bauern Verband (BeBV) gerne zur Verfügung.

Zurück